„Die Arka“ – ein Bogen für ein geeintes Litauen

I-VII 24/7

Am Ufer von Danė, mitten in Klaipėda, spannt sich die monumentale Skulptur „Arka“ wie ein steinernes Band über Zeit und Geschichte – ein kraftvolles Sinnbild für die Einheit Litauens. Errichtet wurde sie im Jahr 2003 anlässlich des 80. Jahrestages der Rückgliederung des Memelgebiets zu Litauen. Die Granitskulptur wiegt etwa 150 Tonnen und ragt 8,5 Meter in die Höhe.

Die Komposition des Denkmals ist reich an Symbolik: die kleinere Säule aus rotem Granit steht für das Kleinlitauen und sein kulturelles Erbe, während die größere graue Säule für das Großlitauen. Oben verbindet sie ein abgeschlagener Bogen, Sinnbild für verlorenes historisches Land und einen Bund, der zwar physisch zerbrochen, aber im Gedächtnis bewahrt geblieben ist.

In den Granit sind die Worte der Schriftstellerin Ieva Simonaitytė gemeißelt: „Wir sind ein Volk, ein Land, ein Litauen.“ Sie klingen wie ein Versprechen, das die Vergangenheit und die Gegenwart verbindet.

Der Schöpfer der Skulptur ist Arūnas Sakalauskas. Es ist nicht nur ein Stein, sondern ein lebendiges Zeichen, das einlädt, die Schwere, die Verbundenheit und zugleich die Zerbrechlichkeit der Geschichte des Volkes zu erspüren.

Adresse: Danė-Uferpromenade, Klaipėda